Christbaum kaufen
Nordmanntanne, Fichte oder Blaufichte?
Drei Sorten machen in Deutschland den Großteil der verkauften Weihnachtsbäume aus, und sie unterscheiden sich deutlicher als ihr ähnliches Aussehen vermuten lässt. Wir zeigen, welche Sorte zu welchem Wohnzimmer passt.
Die drei häufigsten Sorten
Auf den meisten Verkaufsständen dominieren drei Nadelbaumarten: die Nordmanntanne, die Rotfichte (oft einfach „Fichte") und die Blaufichte. Alle drei sehen auf den ersten Blick ähnlich aus, unterscheiden sich aber deutlich in Nadelfestigkeit, Duft und Preis.
Sorten im Vergleich
Die folgende Tabelle zeigt die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick – als Orientierung, nicht als exakte Messwerte, da Wuchs und Standzeit auch von der Aufzucht und der Pflege nach dem Kauf abhängen.
| Sorte | Nadelfestigkeit | Duft | Preis |
|---|---|---|---|
| Nordmanntanne | Sehr hoch | Dezent | Am höchsten |
| Rotfichte | Niedrig bis mittel | Kräftig, harzig | Am günstigsten |
| Blaufichte | Mittel bis hoch | Kräftig | Mittel bis hoch |
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Nordmanntanne: die sichere Wahl
Weiche, nicht piksende Nadeln und die mit Abstand höchste Nadelfestigkeit machen sie zum meistverkauften Baum in Deutschland. Der Nachteil ist der Preis – sie wächst langsamer als die Fichte und kostet dadurch mehr pro Baum.
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Rotfichte: günstig, aber empfindlich
Der klassische, intensiv harzig duftende Weihnachtsbaum aus früheren Jahrzehnten. In beheizten Räumen nadelt sie deutlich schneller als die Nordmanntanne – für einen kurzen Weihnachtsbesuch oder als Zweitbaum trotzdem eine solide, günstige Option.
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Blaufichte: stabil, aber stachelig
Ihre steifen, spitzen Nadeln stechen deutlich mehr als bei den anderen beiden Sorten – dafür tragen die stabilen Äste auch schweren Christbaumschmuck zuverlässig. Für Haushalte mit kleinen Kindern oder Haustieren eher zweite Wahl.
Frische erkennen
Unabhängig von der Sorte entscheidet die Frische zum Kaufzeitpunkt mit darüber, wie lange der Baum am Ende hält – und die lässt sich mit wenigen Handgriffen direkt am Stand prüfen.
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Nadelprobe machen
Eine Nadel vorsichtig zwischen den Fingern biegen: Bricht sie trocken statt sich zu biegen, war der Baum bereits länger geschnitten. Frische Nadeln lassen sich leicht biegen, ohne sofort zu brechen.
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Am Ast rütteln
Ein kurzer, sanfter Griff an einen Ast zeigt schnell, wie viele Nadeln bereits locker sitzen. Fällt dabei auffällig viel ab, ist der Baum entweder nicht mehr ganz frisch oder unter schlechten Bedingungen gelagert worden.
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Nach dem Fälldatum fragen
Seriöse Verkaufsstände können in der Regel sagen, wann die Bäume geschlagen wurden. Je näher am Kaufdatum, desto mehr Standzeit bleibt dir – besonders relevant, wenn du früh im Advent kaufst.
Mit oder ohne Wurzelballen?
Neben der Sorte stellt sich oft die Frage nach dem Ballen – also ob der Baum mit Wurzeln verkauft wird, um ihn nach den Feiertagen einzupflanzen.
Ein Baum mit Wurzelballen übersteht die warme Wohnzimmerluft schlechter als ein reiner Schnittbaum, weil die Wurzeln in der ungewohnten Wärme aus dem Winterschlaf geholt werden. Realistisch gelingt das Einpflanzen danach nur, wenn der Baum maximal wenige Tage im warmen Raum steht und anschließend schonend an die Kälte draußen gewöhnt wird – reiner Aktionismus ohne diese Vorbereitung endet meist damit, dass der Baum trotzdem nicht anwächst.
FAQ: Christbaum kaufen
Welche Weihnachtsbaum-Sorte hält am längsten?
Warum ist die Nordmanntanne teurer als die Fichte?
Woran erkenne ich einen frischen Baum beim Kauf?
Sollte ich einen Baum mit oder ohne Ballen kaufen?
Wann ist der beste Zeitpunkt zum Kauf?
Was kostet ein Weihnachtsbaum ungefähr?
Christbaum kaufen: unsere Empfehlung
Für die meisten Haushalte ist die Nordmanntanne die unkomplizierteste Wahl – sie verzeiht auch mal ein paar Tage weniger Pflege. Wer sparen will oder den klassischen harzigen Duft sucht, ist mit der Rotfichte gut bedient, sollte dafür aber Standort und Wasser konsequenter im Blick behalten.
Wichtiger als die Sortenwahl bleibt trotzdem die Frische beim Kauf – ein alter Baum der besten Sorte hält kürzer als ein frischer Baum der einfachsten.