Kaufberatung Zuletzt aktualisiert: August 2026

Schlitten

Holzrodel, Bob oder Lenkschlitten

Vom klassischen Davoser Holzschlitten über den Lenkbob mit Bremse bis zum Renn-Lenkschlitten für lange, kurvige Hänge: Wir zeigen die Unterschiede und welches Modell zu welchem Alter passt.

Schlittentypen im Überblick

Die wohl bekannteste und am weitesten verbreitete Form ist der Davoser Schlitten – meist aus Holz, erkennbar an den zwei nach oben gebogenen Hörnern an der Spitze. Gelenkt wird über Gewichtsverlagerung oder die Füße, was etwas Übung braucht, dafür aber ganz ohne Technik auskommt.

Bob- und Lenkschlitten bestehen meist aus Kunststoff, haben eine Art Cockpit-Sitz, ein Lenkrad und häufig eine Handbremse. Sie sind auf höheres Tempo und aktives Steuern ausgelegt. Renn-Lenkschlitten gehen noch einen Schritt weiter: Ein zweites Kufenpaar oder ein Drei-Kufen-System sorgt für präzises Lenken auch auf langen, kurvenreichen Hängen.

Grobe Orientierung – Ausstattung unterscheidet sich je nach Modell.
TypMaterialLenkungAm besten für
Davoser HolzschlittenHolzGewichtsverlagerungKlassisches, ruhiges Rodeln
Bob / LenkschlittenKunststoffLenkrad + BremseAktives Steuern, mittleres Tempo
Renn-LenkschlittenMetall / KunststoffLenkrad, mehrere KufenHohes Tempo, lange Hänge
Klappschlittenmeist Holzje nach BauartPlatzsparender Transport

Welches Modell passt zu welchem Alter

  • Babys noch nicht allein

    Solange ein Baby nicht sicher allein sitzen kann, gehört es noch nicht allein auf den Schlitten. Auf kleinen, flachen Hängen nimmst du es am besten mit auf den Schoß.

  • Kleinkinder: Sicherheit vor Tempo

    Modelle mit Rückenlehne, Zuggurt, Haltegriffen und Sicherheitsgurt verhindern, dass Kleinkinder seitlich herausrutschen – wichtiger als Geschwindigkeit oder Lenkung.

  • Ältere Kinder: aktiv steuern

    Ab etwa 6 bis 7 Jahren können Kinder einen Lenkschlitten mit Lenkrad und Bremse gut selbst kontrollieren – ein guter Einstieg ins aktive Rodeln.

  • Erwachsene: Komfort zählt

    Für längeres Sitzen zählen Rückenlehne und Armlehnen mehr als reines Tempo – ein stabiler Holzschlitten mit Sitzkomfort ist hier oft angenehmer als ein Renngerät.

Kurzer Check vor der Saison

Kufen auf Rost oder Beschädigungen prüfen, bei Holzschlitten Verbindungen und Zugseile kontrollieren, bei Lenkschlitten die Bremse testen. So bleibt der erste Schneetag ohne böse Überraschung am Hang.

Unsere Empfehlungen

Drei Klassiker für drei unterschiedliche Ansprüche: der robuste Holzschlitten für ruhiges Rodeln, der Lenkbob als Einstieg ins aktive Steuern und der Renn-Lenkschlitten für Tempo auf langen Hängen.

So kommt unser Score zustande: Wir werten öffentlich zugängliche Kundenrezensionen und Herstellerangaben aus, statt eigene Praxistests durchzuführen. Mehr zu unserer Arbeitsweise →

Klassischer Davoser Schlitten aus Buchenholz mit rostfreien Edelstahlkufen – lässt sich zusammenklappen und bis 90 kg belasten, für Kinder wie Erwachsene geeignet.

Vorteile
  • Robustes Buchenholz, viele Winter haltbar
  • Faltbar – platzsparend im Kofferraum verstaubar
  • Bis 90 kg belastbar, auch für Erwachsene geeignet
Nachteile
  • Lenkung nur über Gewichtsverlagerung möglich
  • Kufen sollten nach der Saison auf Rost geprüft werden
Kaufempfehlung

Der zeitlose Klassiker – robust, pflegeleicht und die richtige Wahl für ruhiges, klassisches Rodeln.

Lenkbob aus kälteresistentem HDPE-Kunststoff mit ergonomischem Lenkrad und seitlicher Einhand-Metallbremse – für Kinder ab etwa 6 Jahren.

Vorteile
  • Direktes Lenken über das Lenkrad statt Gewichtsverlagerung
  • Einhandbremse für mehr Kontrolle am Hang
  • Rutschfeste, schalenförmige Sitzfläche
Nachteile
  • Kunststoff weniger langlebig als Massivholz
  • Für sehr kleine Kinder unter 6 Jahren eher ungeeignet
Kaufempfehlung

Der richtige Einstieg ins aktive Lenken – kontrollierter als ein klassischer Rodel, ohne gleich ein Renngerät zu sein.

Renn-Lenkschlitten mit Metallrahmen, Drei-Kufen-System und Fußbremse aus Metall – für höheres Tempo auf langen, kurvigen Hängen gebaut, für Kinder ab etwa 7 Jahren.

Vorteile
  • Drei-Kufen-System für präzises Kurvenfahren
  • Metall-Fußbremse von beiden Seiten bedienbar
  • Lenkrad mit griffigen Zonen auch für Kinderhände
Nachteile
  • Für höheres Tempo ausgelegt – nichts für die Kleinsten
  • Sperriger beim Transport als ein Klappschlitten
Kaufempfehlung

Die sportliche Wahl für ältere Kinder und Erwachsene, die lange, kurvige Abfahrten aktiv steuern wollen.

FAQ: Schlitten

Ab welchem Alter darf mein Kind Schlitten fahren?
Solange ein Baby noch nicht sicher allein sitzen kann, gehört es nicht allein auf den Schlitten – am besten nimmst du es zunächst auf kleinen, flachen Hängen mit auf den Schoß. Sobald Kinder selbstständig sitzen, eignen sich Modelle mit Rückenlehne, Zuggurt und Haltegriffen, damit sie nicht seitlich herausrutschen.
Was ist der Unterschied zwischen Bob und Lenkschlitten?
Beide Begriffe werden oft synonym verwendet: Ein Bob- bzw. Lenkschlitten hat eine Art Cockpit-Sitz aus Kunststoff, ein Lenkrad und meist eine Handbremse. Er ist auf höhere Geschwindigkeiten und aktives Steuern ausgelegt, während ein klassischer Holzschlitten über Gewichtsverlagerung oder die Füße gelenkt wird.
Warum sind Davoser Schlitten aus Holz immer noch beliebt?
Die klassische Form mit den zwei Hörnern an der Spitze ist robust, braucht außer gelegentlicher Pflege der Kufen kaum Wartung und hält oft viele Winter durch. Für ruhigeres Rodeln oder als bequemer Sitz mit Rückenlehne und Armlehnen ist Holz nach wie vor eine gute Wahl.
Was macht einen Renn- oder Lenkschlitten aus?
Diese Modelle haben zusätzlich zum Lenkrad meist ein zweites, vorne angebrachtes Kufenpaar oder ein Drei-Kufen-System, das präzises Lenken auf langen, kurvigen Hängen ermöglicht. Sie sind für höheres Tempo gebaut und eher etwas für ältere Kinder und Erwachsene.
Lohnt sich ein Klappschlitten?
Ja, wenn du mehrere Schlitten transportieren musst oder wenig Stauraum hast – ein Klappschlitten lässt sich platzsparend verstauen und passt leichter in den Kofferraum. Funktional unterscheidet er sich kaum von einem starren Holzschlitten gleicher Bauart.
Wie bereite ich den Schlitten vor dem ersten Einsatz vor?
Ein kurzer Check vor dem ersten Wintereinsatz lohnt sich: Kufen auf Rost oder Beschädigungen prüfen, bei Holzschlitten Verbindungen und Seile kontrollieren, bei Lenkschlitten die Bremse testen. So gibt es auf dem Hang keine bösen Überraschungen.

Schlitten kaufen: unsere Empfehlung

Für kleinere Kinder zählt vor allem Sicherheit – ein Modell mit Rückenlehne und Haltegriffen ist wichtiger als Tempo. Ab dem Grundschulalter darf es ruhig ein Lenkschlitten mit Bremse sein, für lange, kurvige Hänge und Erwachsene lohnt sich ein Renn-Lenkschlitten mit Metallrahmen.

Ein klassischer Davoser Holzschlitten bleibt dabei die pflegeleichteste und langlebigste Option für alle Altersgruppen.