Ratgeber Zuletzt aktualisiert: Oktober 2026

Geranien überwintern:

hell, dunkel oder im Blumenkasten

Die Kästen blühen noch, aber die Nächte werden kalt. Geranien stammen aus Südafrika und sind bei uns nicht winterhart, bringst du aber mit wenig Aufwand über den Winter. Welcher Weg dafür der richtige ist, entscheidet vor allem der Platz, den du hast: ein heller, kühler Raum, ein dunkler Keller oder nur eine Fensterbank.

Geranien überwintern: welcher Weg zu deinem Platz passt

Für Geranien gibt es zwei Grundformen der Überwinterung. Entweder stellst du sie hell und kühl, dann behält sie ihr Laub, oder du schneidest sie kräftig zurück und lässt sie im Dunkeln ruhen. Alles andere sind Varianten davon: ohne Erde in Zeitungspapier, kopfüber aufgehängt, im ganzen Kasten oder nur als Steckling. Kühl ist das Quartier in beiden Fällen, frostfrei sowieso.

Entscheidend ist der Platz, den du wirklich hast, und die Tabelle ordnet die Wege danach.

Zurückgeschnittene Geranien in Terrakottatöpfen auf einer hellen Fensterbank, daneben ein Thermometer
Welcher Weg zu welchem Platz passt, mit Temperatur, Rückschnitt und Aufwand.
Dein PlatzPassender WegTemperaturRückschnittAufwand
Heller, kühler Raum: Treppenhaus, Gästezimmer, WintergartenHell im Topf5–10 °C, hell bis etwa 15 °Cnur Verblühtes und gelbe Blätter, bei Platzmangel einkürzengering, ab und zu gießen und kontrollieren
Kellerraum mit Fenster, helle Garage, frostfreier DachbodenGanzer Blumenkasten oder Topf5–10 °Cauf etwa 10 cmgering, Kästen bleiben bepflanzt
Dunkler Keller mit StellflächeDunkel im Topf5–10 °Ckräftig, auf 10–15 cm, Blätter abmittel
Dunkler Keller, aber kaum PlatzOhne Erde in Zeitungspapier oder kopfüber in der Tüte5–10 °Ckräftig, auf 10–15 cm, Blätter abmittel, Triebe in Zeitungspapier gelegentlich besprühen
Nur eine Fensterbank in der WohnungStecklingezum Bewurzeln hell und warm, danach so kühl wie möglichentfällt, die Mutterpflanze wird nicht überwintertgering, braucht aber Vorlauf

Ein warmes, helles Wohnzimmer fehlt in der Liste mit Absicht. Bei rund 20 Grad wächst die Geranie weiter, das Winterlicht reicht dafür aber nicht. Sie bildet dann lange, blasse Triebe, sogenannte Geiltriebe. Ein warmer und dunkler Platz ist noch schlechter. Dieselbe Regel gilt für den Oleander und die Dipladenia: entweder kühl und dunkel oder hell und etwas wärmer.

Geranie ist nicht gleich Geranium

Die Balkon-Geranien heißen botanisch Pelargonien. Mit ihnen verwandt, aber eine andere Gattung ist der Storchschnabel (Geranium), eine Staude für Beet und Garten. Viele Storchschnabel-Arten sind winterhart und bleiben draußen. Dieser Ratgeber meint die Pelargonien aus Kasten und Kübel.

Wann Geranien rein müssen

Lass die Geranien so lange wie möglich draußen. Im Herbst stellen sie sich auf den Winter ein, und jeder Tag an der frischen Luft ist besser als einer im Keller. Den Termin gibt der Wetterbericht vor, nicht der Kalender.

Woran du erkennst, wann die Geranien ins Winterquartier müssen.
WetterWas mit der Geranie passiertWas du tust
Nächte um 5 Grad, noch kein FrostSie blüht weniger, nimmt aber keinen Schaden.Draußen lassen, Quartier vorbereiten, weniger gießen.
Erster leichter Nachtfrost angesagtEine kurze, leichte Frostnacht übersteht sie an geschützter Stelle oft. Erfrorene Blätter treiben neu nach, solange die Stängel heil sind.Kästen nah an die Hauswand rücken oder für die Nacht reinholen.
Stärkerer Frost, spätestens bei minus 5 Grad, oder mehrere Frostnächte angesagtDann erfrieren die Triebe, nasse Kälte schadet noch früher.Vorher ins Winterquartier, in der Regel bis Ende Oktober.

Wer nicht jeden Abend den Wetterbericht prüfen will, räumt Ende September oder Anfang Oktober ein. Das kostet ein paar Blütenwochen, ist aber sicher. Räum an einem trockenen Tag ein, denn abgetrocknete Pflanzen und Ballen faulen im Quartier weniger leicht als tropfnasse.

Für den Balkon gilt dasselbe wie für den Garten. Mit einem Platz unter dem Dachüberstand oder an der Hauswand gewinnst du einige Nächte, einen Winter draußen ersetzt er nicht. Welche Kübelpflanzen du tatsächlich draußen lassen kannst, findest du bei den winterharten Kübelpflanzen.

Hell überwintern im Haus

Überwinterst du die Geranie hell, behält sie ihr Laub und startet im Frühjahr schneller. Dafür brauchst du mehr Platz als bei Zeitungspapier oder Tüte, denn sie steht als ganze Pflanze im Topf.

  • Standort

    Such dir ein helles Treppenhaus, ein unbeheiztes Gästezimmer, einen Wintergarten oder einen Kellerraum mit großem Fenster. Ideal sind 5 bis 10 Grad. Bis etwa 15 Grad funktioniert es, wenn der Platz sehr hell ist. Stell die Pflanze nicht direkt neben die Heizung.

  • Vorbereiten

    Zupf Verblühtes, Knospen und gelbe oder fleckige Blätter ab. Einen kräftigen Rückschnitt brauchst du bei heller Überwinterung nicht. Wird es eng, kürzt du lange Triebe etwas ein.

  • Gießen

    Gieß sparsam. Die Erde darf zwischen zwei Wassergaben gut abtrocknen, ganz austrocknen soll der Ballen aber nicht. Je kühler der Platz, desto weniger Wasser braucht die Pflanze, und du düngst nicht.

  • Kontrollieren

    Wirf ab und zu einen Blick auf Blätter und Erde. So fallen faulende Blätter und Schädlinge wie Weiße Fliege oder Blattläuse früh auf.

Die trockene Luft beheizter Räume ist der häufigste Grund, warum helle Überwinterung schiefgeht. Steht deine Geranie warm, wird sie anfällig für Schädlinge und vergeilt. Stell sie in diesem Fall lieber an einen kühleren Ort, auch wenn er etwas dunkler ist. Mehr zur Luft in geheizten Räumen findest du bei der trockenen Heizungsluft.

Dunkel überwintern: im Topf, in Zeitungspapier oder kopfüber in der Tüte

Ohne Licht kann die Geranie ihre Blätter nicht versorgen. Deshalb schneidest du sie kräftig zurück und stellst sie ins Dunkle, wo sie in eine Art Ruhezustand fällt. Das klappt, solange es kühl bleibt: 5 bis 10 Grad wie bei der hellen Methode, in einem warmen Heizungskeller dagegen nicht. Für alle drei Varianten bereitest du die Pflanzen gleich vor. Bei Dahlien ruht nur die Knolle (siehe Dahlien überwintern), die Geranie überwintert dagegen als ganze Pflanze mit Stängeln und Wurzeln.

  • 1. Zurückschneiden

    Kürze alle Triebe auf etwa 10 bis 15 Zentimeter. An jedem Trieb bleiben zwei bis drei der verdickten Knoten stehen, aus denen die Pflanze im Frühjahr neu austreibt. Schneide nicht tiefer ins alte, holzige Gewebe.

  • 2. Blätter, Blüten und Knospen entfernen

    Zupf sie ab, denn sie würden im Dunkeln ohnehin abfallen und faulen. Ohne Laub verdunstet die Pflanze weniger Wasser, und Pilze finden weniger Angriffsfläche.

  • 3. Variante wählen

    Nimm den Topf, wenn du Stellfläche hast. Ist der Platz knapp, überwinterst du ohne Erde in Zeitungspapier oder in der Tüte. Die abgeschnittenen Triebspitzen kannst du als Stecklinge nutzen.

Im Topf im dunklen Keller

Du lässt die zurückgeschnittene Geranie in ihrem Topf. Stammt sie aus einem Kasten mit gemischter Bepflanzung, topfst du sie einzeln in kleine Töpfe mit Erde, gern mit etwas Sand gemischt. In dieser Zeit musst du kaum gießen. Ein kleiner Schluck etwa einmal im Monat reicht meist, damit der Ballen nicht völlig austrocknet. Nasse Erde im kühlen, dunklen Keller vermeidest du besser, denn sie lässt die Wurzeln faulen.

Ohne Erde in Zeitungspapier

Diese Variante braucht am wenigsten Platz. Nimm die zurückgeschnittene Pflanze aus Topf oder Kasten und schüttle die lockere Erde ab, die feinen Wurzeln sollen dabei möglichst dranbleiben. Lass die Wurzeln kurz antrocknen und wickle jede Pflanze einzeln in Zeitungspapier. Die Päckchen legst du nebeneinander in eine Kiste und stellst sie an einen kühlen, dunklen Platz, etwa einen fensterlosen Kellerraum.

Gießen musst du hier nicht. Damit die Triebe nicht vertrocknen, besprühst du sie gelegentlich mit etwas Wasser. Bei der Gelegenheit siehst du nach, ob eine Pflanze schimmelt oder fault, und nimmst sie heraus.

Kopfüber in der Tüte

Auch hier kommt die Geranie ohne Topf aus. Den Wurzelballen mit etwas anhaftender Erde steckst du in eine Plastiktüte, bindest sie locker zu und hängst die Pflanze kopfüber an einen Haken oder eine Leine im kühlen, dunklen Keller oder auf einem frostfreien Dachboden. Das spart Stellfläche, und die Luft kommt von allen Seiten an die Triebe. Zusätzlich gießen oder düngen musst du dabei nicht. Kontrollier die Tüten trotzdem ab und zu auf Schimmel, gerade wenn die Erde beim Einpacken noch feucht war.

Thermometer statt Bauchgefühl

Ob dein Keller, deine Garage oder dein Dachboden wirklich zwischen 5 und 10 Grad bleibt, siehst du erst mit einem Min-Max-Thermometer. Es merkt sich den tiefsten und den höchsten Wert, auch nachts. Ist es im Quartier dauerhaft deutlich wärmer als 10 Grad, wächst die Geranie im Dunkeln weiter und bildet bleiche Triebe.

TFA Dostmann Digitales Maxima-Minima-Thermometer

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Hängende Geranien im Blumenkasten überwintern

Hängegeranien und stehende Sorten überwintern auf dieselbe Weise. Am bequemsten überwinterst du beide im ganzen Kasten, ohne Umtopfen und ohne Auswickeln. Das klappt, wenn im Kasten nur Geranien wachsen. Teilen sie sich die Erde mit einjährigen Sommerblumen, holst du die Geranien heraus und überwinterst sie im Topf oder in Zeitungspapier.

  • Zurückschneiden

    Kürze hängende Triebe auf etwa 10 Zentimeter ein und entferne Blüten, Knospen und die meisten Blätter. So passt der Kasten ins Regal und braucht kaum Wasser.

  • Platz mit etwas Licht

    Such einen Kellerraum mit Fenster, eine frostfreie Garage mit Fenster oder einen frostfreien Dachboden mit 5 bis 10 Grad. Mehrere Kästen stellst du platzsparend in einem Regal übereinander.

  • Feucht, nicht nass

    Lass die Erde im Kasten nicht ganz austrocknen. Ein kleiner Schluck reicht, wenn sie sich auch in der Tiefe trocken anfühlt. Vermeide Staunässe, denn sie lässt die Wurzeln faulen.

Im Frühjahr gibst du Kastengeranien frische Erde. Nimm die Pflanzen heraus, schüttle die alte Erde ab, verkleinere zu große Wurzelballen etwas und setz sie in neues Substrat. Die alte Erde ist nach einem Sommer und einem Winter ausgelaugt.

Stecklinge als Ausweg, wenn der Platz fehlt

Wer weder einen hellen Raum noch einen Keller hat, überwintert keine ganzen Pflanzen, sondern nur deren Nachwuchs. Ein Steckling braucht im Winter nicht mehr als einen kleinen Topf auf der Fensterbank. Die Jungpflanzen haben dieselbe Sorte und Blütenfarbe wie die Mutterpflanze.

Am sichersten bewurzelst du Stecklinge im Juli und August. Im September geht es auch noch, dann brauchen sie zum Anwachsen einen hellen und warmen Platz. Wer erst beim Einräumen daran denkt, nutzt die Triebspitzen aus dem Rückschnitt.

  • 1. Triebe schneiden

    Schneide mit einem scharfen Messer etwa 10 Zentimeter lange Triebspitzen ohne Blüten, knapp unter einem Blattansatz. Eine stumpfe Schere quetscht das Gewebe, und gequetschte Stellen faulen leichter.

  • 2. Unten freistellen

    Entferne untere Blätter, Knospen und kleine Seitentriebe. Oben lässt du ein bis zwei Blätter stehen.

  • 3. Stecken

    Steck die Stecklinge etwa 2 Zentimeter tief in nährstoffarme Anzuchterde und halte sie leicht feucht, nicht nass.

  • 4. Bewurzeln, dann kühler

    Stell sie hell und warm auf die Fensterbank. Haben sie Wurzeln und neue Blätter gebildet, kommen sie an den kühlsten hellen Platz, den du hast.

Im Frühjahr topfst du die Jungpflanzen in größere Töpfe um, nach den Eisheiligen dürfen sie auf den Balkon.

Auswintern: Geranien zurückschneiden, umtopfen und vertrocknete Pflanzen retten

Ende Februar oder Anfang März holst du die Geranien aus dem Quartier. Das gilt für alle Methoden, auch für die Pflanzen in Zeitung und Tüte. Jetzt ist der Zeitpunkt für den eigentlichen Schnitt.

  • 1. Feinschnitt

    Entferne lange, dünne und blasse Triebe aus dem Winter ganz. Schneide die übrigen Triebe auf zwei bis drei Knoten zurück und kürze eingetrocknete Spitzen bis ins gesunde Gewebe, damit die Pflanze buschig nachwächst.

  • 2. Umtopfen

    Setz Pflanzen ohne Erde und solche aus dem Kasten in frische Erde. Auch hell überwinterte Geranien danken dir neues Substrat.

  • 3. Heller und mehr Wasser

    Stell sie auf eine helle Fensterbank oder in einen hellen, kühlen Raum und gieß nach und nach mehr. Neue Triebe kannst du einmal entspitzen, damit sich die Pflanze verzweigt.

  • 4. Langsam nach draußen

    Nach den Eisheiligen Mitte Mai stellst du die Geranien raus, zunächst in den Halbschatten. Nach etwa zwei bis drei Wochen vertragen sie die volle Sonne.

Wenn die Geranie vertrocknet aussieht

Nach einem Winter in Zeitung oder Tüte sehen Geranien oft trostlos aus: kahle, runzelige Stängel, manche Spitzen braun. Das allein entscheidet noch nichts. Prüf jeden Stängel einzeln und schneide ihn Stück für Stück zurück, bis die Schnittfläche grün und saftig ist.

Was der Zustand nach dem Winter bedeutet und was du tust.
BefundBedeutungWas du tust
Stängel runzelig, aber fest, innen grünDie Pflanze lebt, sie hat nur Wasser verloren.Feinschnitt, eintopfen, hell stellen, gießen. Neue Triebe kommen meist nach einigen Wochen.
Stängel trocken oder innen schwarz, Wurzel festDie oberen Teile sind abgestorben, die Wurzel kann noch austreiben.Das alte Holz bis auf gesunde Teile entfernen, Wurzel in frische Erde setzen, hell stellen und abwarten.
Stängel weich und matschig, Wurzel fauligFäulnis, meist durch zu viel Feuchtigkeit im Quartier.Kompostieren. Im nächsten Winter trockener halten.
Lange, bleiche TriebeDas Quartier war zu warm für das wenige Licht.Triebe ganz entfernen. Im nächsten Winter kühler oder heller stellen.

Zeigt eine zurückgeschnittene Pflanze bis zum Mai keinen neuen Trieb, lohnt das Warten meist nicht mehr. Nimm dann Stecklinge von den überlebenden Pflanzen, sie füllen die Lücke im nächsten Sommer.

FAQ: Geranien überwintern

Wann schneidet man Geranien zum Überwintern zurück?
Das hängt vom Winterquartier ab. Kommen die Geranien an einen dunklen Platz, schneidest du sie beim Einräumen kräftig zurück, auf etwa 10 bis 15 Zentimeter mit zwei bis drei Knoten je Trieb, und entfernst Blätter, Blüten und Knospen. Stehen sie hell und kühl, reicht es, Verblühtes und gelbe Blätter abzuzupfen. Lange Triebe darfst du auch dann einkürzen, wenn der Platz knapp ist. Der eigentliche Formschnitt folgt Ende Februar oder Anfang März.
Wie viel Minusgrade halten Geranien aus?
Eine kurze, leichte Frostnacht übersteht eine Geranie an geschützter Stelle oft, als Grenze gelten etwa minus 5 Grad. Darauf verlassen solltest du dich nicht, denn länger anhaltender Frost und nasse Kälte schaden deutlich früher. Erfrieren nur die Blätter, treibt die Pflanze meist wieder aus, solange die Stängel heil geblieben sind. Hol sie deshalb vor dem ersten stärkeren Frost rein, in der Regel bis Ende Oktober.
Kann ich hängende Geranien im Blumenkasten überwintern?
Ja, wenn im Kasten nur Geranien wachsen. Du schneidest die Triebe auf etwa 10 Zentimeter zurück und stellst den ganzen Kasten an einen hellen, frostfreien Ort mit 5 bis 10 Grad, etwa in einen Kellerraum mit Fenster, eine helle Garage oder auf einen frostfreien Dachboden. Die Erde darf nicht ganz austrocknen, nass sein soll sie aber auch nicht. Im Frühjahr setzt du sie in frische Erde.
Kann man Geranien im Dunkeln überwintern?
Ja. Im Dunkeln überwintern Geranien mit kräftigem Rückschnitt bei 5 bis 10 Grad, im Topf, in Zeitungspapier gewickelt oder kopfüber in einer Tüte. Ohne Licht stellt die Pflanze fast alles ein, deshalb müssen die Blätter vorher ab und die Temperatur bleibt kühl. In einem warmen, dunklen Raum treibt sie dagegen lange, bleiche Triebe, die im Frühjahr wieder weg müssen.
Kann man Geranien im Freien überwintern?
Draußen bleiben können Geranien nur bis zum ersten stärkeren Frost. Einen Winter im Freien überstehen sie in Deutschland in aller Regel nicht, auch nicht auf einem geschützten Balkon. Ein Gartenhaus oder Schuppen taugt nur, wenn es dort auch bei Dauerfrost frostfrei bleibt. Prüf das mit einem Thermometer, bevor du die Pflanzen dort einlagerst.
Meine Geranien sind über den Winter vertrocknet. Sind sie tot?
Nicht unbedingt. Drück einen Stängel nahe der Erde. Ist er fest und innen grün, lebt die Pflanze. Trockene oder innen schwarze Stängel bedeuten nicht zwingend das Ende, denn die Wurzel kann noch austreiben. Schneide dann das alte Holz bis auf gesunde Teile zurück, setz die Wurzel in frische Erde und stell den Topf hell. Zeigt sich bis zum Mai kein neuer Trieb oder ist die Wurzel weich und matschig, ist sie verloren.
Wie oft gießt man Geranien im Winterquartier?
Sehr sparsam: Im Topf im kühlen Quartier reicht meist ein kleiner Schluck etwa einmal im Monat, gerade so viel, dass der Ballen nicht völlig austrocknet. Hell und etwas wärmer stehende Pflanzen brauchen etwas mehr. Düngen musst du im Winter nicht. Pflanzen in Zeitungspapier gießt du nicht, du besprühst die Triebe nur ab und zu.

Geranien überwintern: unsere Empfehlung

Hol die Geranien vor dem ersten stärkeren Frost rein, in der Regel bis Ende Oktober. Hast du einen hellen, kühlen Raum, stell sie dort bei 5 bis 10 Grad auf und schneide nur Verblühtes ab. Ist nur ein dunkler Keller da, schneidest du sie auf 10 bis 15 Zentimeter zurück, entfernst die Blätter und überwinterst sie im Topf, in Zeitungspapier oder kopfüber in der Tüte. Reine Geranienkästen dürfen am Stück an einen hellen, frostfreien Ort.

Fehlt jeder Platz, überwinterst du nur Stecklinge auf der Fensterbank. Ende Februar oder Anfang März folgen Feinschnitt und frische Erde, nach den Eisheiligen geht es zurück auf den Balkon. Trockene Stängel heißen dabei noch nicht, dass die Pflanze tot ist.