Ratgeber Zuletzt aktualisiert: Oktober 2026

Wintergemüse:

was von Dezember bis Februar frisch aus der Region kommt

Im Winter wächst draußen wenig, und trotzdem ist die Gemüseauswahl aus der Region größer, als viele denken. Ein Teil kommt frisch vom Feld, der größere Teil aus dem Lager. Lagerst du Wurzeln kühl und feucht, halten sie bis ins Frühjahr.

Was zählt als Wintergemüse?

Als Wintergemüse gilt, was im Winterhalbjahr von Oktober bis März geerntet werden kann oder sich nach der Ernte im Herbst über Wochen und Monate lagern lässt. Die Grenze zum Herbstgemüse ist fließend, denn Kürbis, Rote Bete und Weißkohl erntest du im Herbst, und als Lagerware reichen sie weit in den Winter.

Der Begriff stammt aus einer Zeit, in der es im Winter schlicht nichts anderes gab. Heute liegen Tomaten und Zucchini auch im Januar im Supermarkt, sie kommen dann aus beheizten Gewächshäusern oder aus Südeuropa. Wintergemüse im engeren Sinn sind die Sorten, die in Deutschland in dieser Zeit tatsächlich wachsen oder aus der eigenen Ernte gelagert werden. Du kannst zwei Gruppen unterscheiden:

Grünkohl, Rosenkohl, Pastinaken, Rote Bete, Lauch und Wirsing in einer Holzkiste auf einer hellen Küchenarbeitsplatte
  • Frostharte Feldgemüse

    Grünkohl, Rosenkohl, Wirsing, Winterporree, Feldsalat, Topinambur, Pastinake, Schwarzwurzel, Steckrübe und Wurzelpetersilie halten Frost aus und bleiben im Beet, bis du sie brauchst.

  • Lagergemüse

    Kartoffeln, Möhren, Rote Bete, Knollensellerie, Zwiebeln, Kürbis und die festen Kohlköpfe erntest du im Herbst, kühl gelagert halten sie sich bis ins Frühjahr. Rote Bete und Sellerie sind nur bedingt frosthart, du holst sie vor stärkerem Frost aus dem Boden.

Warum Grünkohl und Rosenkohl nach Frost besser schmecken

Bei Kälte läuft der Stoffwechsel der Pflanze langsamer. Sie bildet über die Photosynthese weiter Zucker, verbraucht aber weniger davon und legt weniger Stärke an. Der Zucker sammelt sich in den Blättern, der Geschmack wird milder und weniger bitter. Dafür braucht es keinen strengen Frost, eine Phase mit Temperaturen knapp über null reicht schon. Für deine Küche ist wichtig, dass das nur an der lebenden Pflanze funktioniert. Legst du Grünkohl in die Tiefkühltruhe, wird er nicht süßer. Du kaufst ihn deshalb, wenn es draußen kalt ist, und lässt ihn dann wie im Norden lange bei kleiner Hitze schmoren. Wie das geht, steht unter Grünkohl kochen.

Saisonkalender Dezember bis Februar

Zwischen Dezember und Februar ändert sich das Angebot, das du in der Region bekommst, kaum. Der Unterschied liegt weniger im Monat als in der Herkunft, denn eine Handvoll Sorten kaufst du den ganzen Winter frisch, alles andere kommt aus dem Lager.

Regionales Gemüse von Dezember bis Februar. Frisch = im Winter geerntet (Freiland oder unter Folie), Lager = im Herbst geerntet und kühl gelagert.
GemüseDezemberJanuarFebruar
Grünkohlfrischfrischfrisch
Rosenkohlfrischfrischfrisch
Porree (Lauch)frischfrischfrisch
Feldsalatfrischfrischfrisch
Topinamburfrischfrischfrisch
Chicoréeaus der Treibereiaus der Treibereiaus der Treiberei
PastinakeLager, teils frischLager, teils frischLager, teils frisch
WirsingLager, teils frischLager, teils frischLager, teils frisch
SchwarzwurzelLagerLagerLager
Rote BeteLagerLagerLager
MöhreLagerLagerLager
Knollensellerie, PetersilienwurzelLagerLagerLager
SteckrübeLagerLagerLager
Rotkohl, Weißkohl, SpitzkohlLagerLagerLager
Chinakohl, Radicchio, RettichLagerLagerLager
Kartoffel, Zwiebel, KürbisLagerLagerLager
Kohlrabi, Radieschen, Kopfsalatnoch zu haben––
Rhabarber––erste Stangen

Bei Pastinaken und Wirsing steht beides, frisch und Lager, weil beide im Beet bis in den März geerntet werden können, du im Handel aber meist aus dem Lager bekommst. Feldsalat wächst im Winter teils im Freiland, teils unter Folie, beides ist regionale Ware. Was in der Tabelle fehlt, also Tomaten, Paprika, Gurken, Zucchini oder Brokkoli, kaufst du im Winter aus dem Gewächshaus oder aus dem Ausland.

Kohl: Grünkohl, Rosenkohl, Wirsing und Co.

Kohl ist das Rückgrat der Winterküche. Die losen Sorten wie Grünkohl und Rosenkohl kaufst du frisch geerntet, im Kühlschrank halten sie nur wenige Tage. Die festen Köpfe von Rot-, Weiß- und Wirsingkohl kommen aus dem Lager und bleiben in deinem Gemüsefach deutlich länger knackig. Schlägst du einen angeschnittenen Kopf ein, hält er ein paar Tage.

Die wichtigsten Kohlarten im Winter.
KohlGeschmackSo wird er meist zubereitet
Grünkohlherzhaft, nach Kälte milderlange geschmort mit Kasseler oder Wurst, als Eintopf, roh fein geschnitten im Salat oder als Chips aus dem Ofen
Rosenkohlnussig bis leicht bitter, moderne Sorten milderäußere Blätter ab, Strunk kürzen, dann dünsten, blanchiert in Butter schwenken oder halbiert im Ofen rösten
Wirsingmild, zarte gewellte Blätterkurz garen für Gemüse oder Eintopf, große Blätter für Kohlrouladen
Rotkohlsüßlich-herbgeschmort mit Apfel und etwas Essig, roh fein gehobelt als Salat
Weißkohl, Spitzkohlkräftig, Spitzkohl zarterKrautsalat, Schmorkohl, Eintopf, Sauerkraut
Chinakohlsehr mild, saftigroh im Salat, kurz im Wok

Beim Rotkohl entscheidet die Säure über die Farbe. Gibst du Essig, Apfel oder Rotwein dazu, bleibt er kräftig rot, ohne Säure wird er beim Kochen bläulich. Daher kommt auch der Name Blaukraut, der in Süddeutschland verbreitet ist. Rosenkohl schmeckt heute weniger bitter als früher, weil neuere Sorten auf weniger Bitterstoffe gezüchtet wurden. Hast du ihn bisher gemieden, probier ihn am besten im Ofen geröstet, wo er leicht karamellisiert.

Wurzelgemüse und Knollen

Wurzeln und Knollen sind die Lagerprofis unter dem Wintergemüse. Ihre feste Außenschicht schützt sie, und in einem kühlen, dunklen Lager mit hoher Luftfeuchte kannst du viele von ihnen mehrere Monate aufbewahren. Im Handel bekommst du sie im Winter deshalb meist aus dem Lager. Pastinaken und Topinambur lässt du im eigenen Beet lange im Boden und erntest sie frisch, solange er nicht gefroren ist.

  • Pastinake

    Sieht aus wie eine helle Möhre und schmeckt süßlich-würzig. Gut als Püree, Suppe oder im Ofen geröstet, roh fein geraspelt auch im Salat.

  • Schwarzwurzel

    Beim Schälen tritt ein klebriger, milchiger Saft aus, der Finger dunkel färbt. Mit Handschuhen schälen und die Stangen sofort in Wasser mit einem Schuss Essig legen, sonst werden sie braun. Gegart schmeckt sie mild und leicht nussig.

  • Rote Bete

    Färbt kräftig, auch Holzbretter. Roh geraspelt im Salat, im Ganzen gekocht oder im Ofen gegart. Nach dem Garen ziehst du die Schale leicht ab.

  • Steckrübe

    Gelbes, mild-süßliches Fleisch, klassisch im Eintopf, als Püree mit Kartoffeln oder in Würfeln im Ofen.

  • Knollensellerie und Petersilienwurzel

    Die Würzbasis für Brühe und Suppe. Sellerie schmeckt auch als Püree oder in dicken Scheiben paniert, Petersilienwurzel wie eine kräftige Mischung aus Möhre und Petersilie.

  • Topinambur

    Die kleinen knubbeligen Knollen schmecken süßlich-nussig. Roh im Salat, gebraten als Beilage oder püriert als Suppe. Schälen ist wegen der vielen Knubbel mühsam, du kommst meist mit gründlichem Bürsten aus.

Möhren bekommst du den ganzen Winter aus dem Lager. Du gibst sie in fast jede Gemüsebrühe und kombinierst sie in der Pfanne oder auf dem Ofenblech gut mit Pastinaken und Roter Bete. Backst du ein Blech mit gemischten Wurzeln, Öl, Salz und etwas Thymian, kochst du Wintergemüse auf eine der einfachsten Arten, und es schmeckt auch Leuten, die bei Steckrübe sonst abwinken.

Lauch, Zwiebeln und Wintersalate

Porree gehört zu den robustesten Wintergemüsen. Die Wintersorten bleiben bei Frost im Beet, du erntest sie bis ins Frühjahr frisch. Zwischen den Blattschichten sitzt gern Erde, deshalb schneidest du die Stange längs auf und fächerst sie unter fließendem Wasser auf. Zwiebeln kommen im Winter aus dem Lager. Bewahrst du sie trocken und luftig auf, halten sie lange.

Frisches Grün liefert vor allem der Feldsalat. Er ist frosthart, wächst im Winter im Freiland und unter Folie und schmeckt leicht nussig. Zwischen den kleinen Rosetten hängt oft Sand, also wäschst du ihn gründlich und gibst das Dressing erst kurz vor dem Essen darüber, sonst fallen die zarten Blätter zusammen.

Chicorée entsteht auf ungewöhnlichem Weg. Im Sommer wachsen auf dem Feld die Wurzeln, im Winter werden sie in dunklen, temperierten Räumen angetrieben. Ohne Licht bleiben die Sprosse hell. Der leicht bittere Geschmack sitzt vor allem im Strunk. Magst du es milder, schneidest du ihn keilförmig heraus. Du kannst Chicorée roh in den Salat geben oder halbiert überbacken.

Radicchio und Zuckerhut sind ebenfalls bittere Wintersalate aus der Zichorien-Familie und kommen im Winter aus dem Lager oder aus Italien. Postelein, auch Winterportulak genannt, ist ein zarter, milder Wintersalat. Im Handel findest du ihn selten. Du erntest ihn vor allem im Herbst und wieder ab dem Frühjahr, er ist eher etwas für deinen eigenen Garten oder den Wochenmarkt.

Einkaufen und Lagern zu Hause

Woran du frische Ware erkennst

  • Kohlköpfe

    Fest und schwer für ihre Größe, die äußeren Blätter frisch und nicht welk, die Schnittstelle am Strunk hell und nicht eingetrocknet.

  • Rosenkohl und Grünkohl

    Rosenkohl mit fest geschlossenen, grünen Röschen ohne gelbe Blätter. Grünkohl knackig und kräftig grün, nicht schlapp oder gelblich.

  • Wurzeln und Knollen

    Fest und glatt. Biegen sich Möhren und Pastinaken, haben sie schon Wasser verloren. Weiche Stellen oder Triebe sprechen gegen langes Lagern.

  • Porree und Feldsalat

    Lauch mit straffen Blättern ohne schleimige Stellen. Feldsalat mit festen, dunkelgrünen Rosetten ohne matschige Blätter in der Schale.

Woher es kommt

Bei frischem Obst und Gemüse muss das Ursprungsland angegeben sein, am Preisschild oder auf der Verpackung. Ob ein Kohlkopf aus Deutschland frisch geschnitten oder seit Oktober gelagert ist, erfährst du dort meist nicht. Das ist auch kein Nachteil. Lagerware aus der Region ist so saisonal, wie Gemüse im Winter sein kann. Auf dem Wochenmarkt und im Hofladen kannst du direkt fragen, was frisch vom Feld kommt. Ingwer und Zitronen, die im Winter gern in den Erkältungstee wandern, sind dagegen nicht regional, beide kommen aus wärmeren Ländern.

Wo was zu Hause am längsten hält

Lagerplätze für Wintergemüse im Haushalt.
PlatzGeeignet fürWorauf es ankommt
Gemüsefach im KühlschrankKohl, Rosenkohl, Grünkohl, Porree, Feldsalat, Chicorée, MöhrenMöhren ohne Grün lagern. Grünkohl, Rosenkohl und Feldsalat bald verbrauchen, Chicorée dunkel einpacken, damit er nicht bitterer wird.
Kühler Keller oder VorratsraumWurzeln, Rote Bete, Sellerie, feste KohlköpfeKühl und frostfrei, dunkel, hohe Luftfeuchte. Wurzeln halten in einer Kiste mit leicht feuchtem Sand am längsten.
Dunkler, kühler Ort außerhalb des KühlschranksKartoffelnNicht in den Kühlschrank legen, denn bei Kälte bilden Kartoffeln mehr Zucker, und beim Braten entsteht dann mehr Acrylamid. Ideal sind etwa 6 bis 8 Grad, dunkel und luftig.
Trocken und luftigZwiebeln, KürbisZwiebeln im Netz oder Korb, nicht neben Kartoffeln. Kürbis ganz und unverletzt in einem kühlen, trockenen Raum.
TiefkühlerKohl, Grünkohl, Rosenkohl, Möhren, Pastinaken, SchwarzwurzelnVorher kurz blanchieren und in Eiswasser abschrecken. Feldsalat und Chicorée eignen sich nicht.
Äpfel nicht zum Gemüse legen

Äpfel geben das Reifegas Ethylen ab. Neben Kohl, Möhren oder Kartoffeln lässt es das Gemüse schneller altern, Möhren können davon bitter werden. Lagerst du Äpfel im selben Keller, stell sie in eine eigene Kiste mit etwas Abstand.

Für gesellige Abende bringst du Wintergemüse gut auf den Tisch, denn du kannst Rosenkohl, Pastinaken und Möhren vorgaren und dann beim Fondue oder Raclette fertig garen. Chicorée und Feldsalat reichst du als frischen Salat dazu.

Wintergemüse selbst anbauen

Willst du im Winter aus dem eigenen Beet ernten, planst du im Frühjahr und Sommer. Die meisten Wintergemüse brauchen die warmen Monate zum Wachsen und stehen im Herbst fertig im Beet. Im Oktober kannst du nur noch wenig neu anfangen, Topinambur pflanzt du jetzt noch.

Grobe Termine für den Hausgarten, je nach Region und Witterung früher oder später.
GemüseSäen oder pflanzenErnte
Rosenkohlpflanzen Ende April bis Anfang JuniOktober bis Februar
Grünkohlpflanzen Anfang Juni bis Anfang Augustab Ende Oktober
Wirsingpflanzen Mitte Juni bis Ende JuliAnfang November bis Mitte März
Winterporreepflanzen Anfang Juli bis Anfang AugustJanuar bis Mai
Feldsalatsäen Ende Juli bis Anfang Septemberab Anfang November
Pastinakesäen Anfang März bis Ende MaiEnde September bis Ende März
Schwarzwurzelsäen März/April oder Augustab Anfang Oktober
Topinamburpflanzen März/April oder Oktober/NovemberSeptember bis März

Grünkohl, Rosenkohl, Wirsing, Porree, Feldsalat, Pastinaken und Topinambur bleiben im Winter im Beet, du erntest sie nach Bedarf, Pastinaken und Topinambur allerdings nur, solange der Boden nicht gefroren ist. Rote Bete, Knollensellerie und späte Möhren sind nur bedingt frosthart, du nimmst sie vor stärkerem Frost heraus. Mit einem Hochbeet oder Frühbeet unter Vlies oder Abdeckung verlängerst du die Ernte bei Feldsalat und Postelein. Wie dein übriges Beet über den Winter kommt, steht unter Garten winterfest machen.

FAQ: Wintergemüse

Welche Gemüse sind Wintergemüse?
Wintergemüse sind Sorten, die zwischen Oktober und März geerntet werden oder sich nach der Herbsternte über Monate lagern lassen. Dazu gehören die Kohlarten (Grünkohl, Rosenkohl, Wirsing, Rotkohl, Weißkohl), Wurzelgemüse wie Pastinake, Schwarzwurzel, Rote Bete, Steckrübe, Möhre und Knollensellerie, außerdem Porree, Topinambur, Feldsalat und Chicorée. Kartoffeln, Zwiebeln und Kürbis kommen im Winter als Lagerware dazu.
Welches Gemüse wächst im Herbst und Winter?
Draußen im Beet stehen im Winter vor allem die frostharten Arten: Grünkohl, Rosenkohl, Wirsing, Winterporree, Feldsalat, Topinambur, Pastinake, Schwarzwurzel, Steckrübe und Wurzelpetersilie. Sie werden im Spätherbst und Winter geerntet, teils bis in den März. Bedingt frosthart sind Rote Bete, Knollensellerie, späte Möhren, Radicchio und die Winterformen von Weiß- und Rotkohl; sie kommen vor stärkerem Frost aus dem Boden.
Welches Gemüse gibt es im Winter in Deutschland?
Frisch geerntet gibt es von Dezember bis Februar vor allem Grünkohl, Rosenkohl, Porree, Feldsalat und Topinambur. Aus regionalen Lagern kommen Kartoffeln, Möhren, Pastinaken, Petersilienwurzel, Rote Bete, Schwarzwurzeln, Knollensellerie, Steckrüben, Rotkohl, Weißkohl, Wirsing, Spitzkohl, Chinakohl, Radicchio, Rettich, Kürbis und Zwiebeln. Chicorée wächst im Winter in dunklen Treibräumen.
Wann setzt man Wintergemüse ein?
Die meisten Wintergemüse kommen im Sommer ins Beet: Rosenkohl schon Ende April bis Anfang Juni, Grünkohl von Anfang Juni bis Anfang August, Wirsing von Mitte Juni bis Ende Juli und Winterporree von Anfang Juli bis Anfang August. Feldsalat wird von Ende Juli bis Anfang September gesät. Pastinaken und Schwarzwurzeln brauchen eine lange Saison und werden schon im März oder April gesät. Topinambur lässt sich auch im Oktober und November noch pflanzen.
Ist Lagergemüse noch regional und saisonal?
Ja, Kartoffeln, Möhren, Rote Bete oder Kohlköpfe aus dem Lager wurden im Herbst in Deutschland geerntet und in kühlen Lagerhallen frisch gehalten. Das braucht deutlich weniger Energie als ein beheiztes Gewächshaus im Winter. Am Preisschild steht das Ursprungsland. Ob die Ware frisch geerntet oder gelagert ist, steht dort meist nicht.
Kann man Wintergemüse einfrieren?
Kohl, Rosenkohl, Grünkohl, Möhren, Pastinaken und Schwarzwurzeln lassen sich gut einfrieren, wenn du sie vorher in Stücken kurz blanchierst und dann in Eiswasser abschreckst. Feldsalat und Chicorée werden beim Auftauen matschig und eignen sich nicht. Milder wird Grünkohl durch das Einfrieren nicht, das passiert nur an der lebenden Pflanze im Beet.
Welches Wintergemüse kann man roh essen?
Roh schmecken Feldsalat, Chicorée, Radicchio, fein geschnittener Grünkohl, fein gehobelter Weißkohl, Rotkohl und Spitzkohl, außerdem geraspelte Möhren, Rote Bete, Pastinaken, Knollensellerie und Topinambur. Kartoffeln, Schwarzwurzeln und Rosenkohl isst du gegart.

Wintergemüse: unser Fazit

Frisch vom Feld kommen im Winter vor allem Grünkohl, Rosenkohl, Porree, Feldsalat und Topinambur. Fast alles andere aus der Region ist Lagerware aus der Herbsternte, und die ist von Dezember bis Februar die beste regionale Wahl.

Zu Hause lagerst du Wurzeln am besten kühl und feucht, möglichst dunkel, Kartoffeln etwas wärmer und nicht im Kühlschrank. Verbrauche Grünkohl, Rosenkohl und Feldsalat bald, Kohl kannst du blanchiert einfrieren, Feldsalat nicht.