Ratgeber Zuletzt aktualisiert: Oktober 2026

Palmen überwintern:

welche Art draußen bleiben darf und was sie braucht

Ob deine Palme den Winter im Garten übersteht, hängt fast ganz an der Art. Eine eingewachsene Hanfpalme verträgt mehr Frost als ein Oleander, eine Kanarische Dattelpalme kaum welchen, und die Kentia gehört gar nicht nach draußen. Bestimm deshalb zuerst die Art, dann ergibt sich der Rest: draußen mit Schutz, im Kübel an der Hauswand oder ins Winterquartier.

Welche Palme hast du? Winterhart oder nicht

„Palme“ ist im Gartencenter ein Sammelbegriff. Unter dem Etikett stehen Arten aus den Bergen Chinas neben solchen aus den Tropen, und die Pflege im Winter unterscheidet sich entsprechend. Steht der botanische Name nicht mehr auf dem Etikett, erkennst du die Art an den Blättern. Die Hanfpalme hat fächerförmige Wedel und einen Stamm mit braunem Fasergeflecht, die Zwergpalme ebenfalls Fächer, wächst aber buschig mit mehreren Stämmen. Gefiederte Wedel wie bei einem großen Farn haben unter anderem die Dattelpalme und die Kentia.

Nimm die Frostwerte in der Tabelle als Orientierung für ältere, ausgepflanzte Palmen an einem geschützten Platz. Junge Pflanzen sind empfindlicher, und im Kübel liegt die Grenze deutlich höher, weil der Wurzelballen von allen Seiten auskühlt.

Große Kübelpalme an einer modernen Hauswand, die Krone locker in weißes Winterschutzvlies gehüllt
Gängige Palmen und was sie im Winter brauchen. Frostwerte als Orientierung für ältere, ausgepflanzte Exemplare; Quellen sind die Royal Horticultural Society (RHS) und die Übersicht Kübelpflanzen des Freistaats Sachsen.
ArtFrosthärte (Orientierung)Wo sie überwintert
Chinesische Hanfpalme (Trachycarpus fortunei)etwa −10 bis −15 °C, an geschütztem Platzausgepflanzt draußen mit Schutz bei strengem Frost; im Kübel bei Dauerfrost hell und kühl
Nadelpalme (Rhapidophyllum hystrix)etwa −15 °C, braucht warme Sommer zum Ausreifenausgepflanzt draußen, Wurzeln mulchen, windgeschützt
Zwergpalme (Chamaerops humilis)etwa −10 °Cin milden Lagen ausgepflanzt mit Schutz; im Kübel meist ins Quartier
Geleepalme (Butia capitata)etwa −10 °C in geschützten Gärtenin milden Lagen draußen mit Schutz, sonst hell und frostfrei
Washingtonia (Washingtonia filifera)etwa −5 °Cmeist im Kübel, vor den ersten Frostnächten ins helle Quartier
Kanarische Dattelpalme (Phoenix canariensis)ältere Pflanzen kurz leichter Frostim Kübel hell und frostfrei
Kentia, Goldfruchtpalme, Bergpalmekein Frostganzjährig im Haus bei Zimmertemperatur

Die Hanfpalme ist die Palme für deutsche Gärten. In China wächst sie bis in Berglagen mit Winterschnee. Bei uns bleibt sie in den meisten Regionen ausgepflanzt dauerhaft draußen, mit Schutz bei strengem Frost. Ihre Wedel nehmen bei kaltem Wind allerdings schon früher Schaden als der Stamm. Die Nadelpalme ist ähnlich hart, wächst aber als niedriger Busch und braucht warme Sommer, damit ihr Gewebe bis zum Winter ausreift.

Zwei Pflanzen tragen „Palme“ nur im Namen. Die Yucca-Palme ist eine Palmlilie. Die Zimmer-Yucca (Riesenpalmlilie) braucht im Winter mindestens etwa 7 Grad und bleibt drinnen, die Fädige Palmlilie ist eine winterharte Gartenstaude. Wie sie und andere Kübelpflanzen den Winter draußen schaffen, liest du bei den winterharten Kübelpflanzen. Auch die Japanische Stechpalme ist keine Palme, sondern eine Ilex.

Ausgepflanzte Palmen im Garten überwintern

Eine ausgepflanzte Palme stirbt im Winter selten am einzelnen kalten Tag. Gefährlich sind lange Frostperioden mit kaltem Wind und Nässe, die im Boden oder in der Krone steht. Der Wachstumspunkt einer Palme, das Herz, sitzt oben in der Krone. Bei einstämmigen Arten wie der Hanfpalme gibt es keinen zweiten. Stirbt das Herz ab, treibt die Palme nicht mehr aus. Dein Winterschutz zielt deshalb darauf, das Herz trocken und frostfrei zu halten und die Wurzeln vor Staunässe zu bewahren.

Standort und Boden

Am besten steht die Palme vor einer Süd- oder Westwand, wo Mauer und Dachüberstand Wind und Regen abhalten. Auf schwerem Lehmboden, der im Winter nass bleibt, pflanzt du sie auf einen etwa 25 Zentimeter hohen Hügel, damit ein Teil der Wurzeln über dem nassen Boden liegt. Wie viel Schutz nötig ist, hängt stark von der Region ab. Im milden Westen und am Rhein reicht in vielen Wintern eine Mulchschicht, im kälteren Osten und Südosten und in höheren Lagen ist ein kompletter Winterschutz die Regel.

  • Wurzelbereich mulchen

    Du bringst im späten Herbst eine dicke Schicht Laub oder Rindenmulch auf den Boden rund um den Stamm. Sie hält Frost vom Wurzelbereich fern, besonders bei jungen Palmen.

  • Bei strengem Frost die Krone einpacken

    Die Wedel locker nach oben zusammenbinden, damit Schnee und Regen nicht ins Herz laufen. Darüber ein atmungsaktives Gartenvlies in mehreren Lagen. Keine Plastikfolie, denn darunter sammelt sich Kondenswasser, und das Herz fault.

  • Stamm umwickeln

    Bei jungen Palmen und in kalten Lagen den Stamm mit Kokosmatte, Jute oder Schilfmatte umwickeln. Ältere Stämme sind dicker und vertragen mehr Kälte.

  • An milden Tagen öffnen

    Taut es tagelang, nimmst du das Vlies von der Krone oder öffnest es zumindest. Die Palme braucht Licht und Luft, sonst bildet sich unter der Hülle Schimmel.

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Wann der Schutz drangehört

Den Mulch bringst du im späten Herbst auf den Boden. Vlies und Matten kommen erst dran, wenn strenger Frost angekündigt ist. Wer die Krone schon im Oktober dicht einpackt, nimmt der Palme Licht und riskiert Fäulnis. Als Maßstab nimmst du die Frosthärte der Art aus der Tabelle. Liegt die Vorhersage in der Nähe dieser Grenze oder friert es mehrere Tage auch tagsüber, packst du ein.

Winterschutz in Stufen für eine ausgepflanzte Hanfpalme.
WetterWas du tust
Herbst, erste kühle Nächte um nullWurzelbereich mulchen, weniger gießen, Material bereitlegen
Einzelne leichte Frostnächte, tagsüber Tauwetternichts weiter, die Palme härtet ab
Strenger Frost angekündigt oder mehrere Tage DauerfrostWedel hochbinden, Vlies über die Krone, junge Stämme umwickeln
Längere milde PhaseVlies öffnen oder abnehmen, lüften
Frühjahr, kein strenger Frost mehr in SichtSchutz schrittweise entfernen

Für sehr kalte Lagen oder wertvolle Palmen wickelst du Heizkabel um den Stamm und in die Krone, sie liefern unter dem Vlies ein paar Grad Wärme. Das lohnt sich vor allem bei empfindlicheren Arten an der Grenze ihrer Frosthärte. Was dein Garten sonst vor dem Winter braucht, liest du unter Garten winterfest machen.

Heizkabel sicher verwenden

Nimm nur Kabel, die für den Außeneinsatz zugelassen sind, und schließ sie an eine Außensteckdose mit FI-Schutzschalter an. Verlege das Kabel nach der Anleitung des Herstellers, besonders was Überkreuzen und Abdecken angeht. Ein Thermostat schaltet die Heizung nur bei Frost ein und spart Strom.

Palmen im Kübel: draußen schützen oder ins Haus

Im Kübel ist der Wurzelballen die Schwachstelle. Im Beet schützt ihn die Erde ringsum, im Topf kühlt er von allen Seiten aus und friert bei Dauerfrost durch. Dann kommen die Wurzeln nicht mehr an Wasser, während die Wedel in der Wintersonne weiter verdunsten. Deine Palme im Kübel verträgt deshalb deutlich weniger Frost als dieselbe Art im Beet.

Draußen bleiben: nur für robuste Arten

Draußen überwintern kann im Kübel in erster Linie die Hanfpalme, in milden Lagen auch eine ältere Zwergpalme. Damit das klappt, schützt du zuerst den Topf und bei strengem Frost zusätzlich die Krone.

  • An die Hauswand, unter das Dach

    Eine geschützte Ecke an der Hauswand hält Wind und Regen ab, die Mauer gibt nachts etwas Wärme ab. Der freie Platz mitten auf der Terrasse ist der ungünstigste.

  • Topf vom Boden trennen und dämmen

    Eine Styroporplatte oder Holzbretter unter den Kübel, damit die Kälte nicht von unten in den Ballen zieht. Den Topf mit Noppenfolie, Kokosmatte oder Jute umwickeln, die Erdoberfläche mit Laub abdecken.

  • Unter dem Dach ans Gießen denken

    Wo kein Regen hinkommt, trocknet der Ballen aus. An frostfreien Tagen gießt du ein wenig, wenn die Erde trocken ist. Wasser im Untersetzer kippst du aus.

  • Bei Dauerfrost rein

    Friert es mehrere Tage am Stück auch tagsüber, hilft die Dämmung nicht mehr. Dann kommt auch die Hanfpalme ins Quartier.

Ins Winterquartier: hell und kühl

Frostempfindliche Arten wie Dattelpalme und Washingtonia holst du vor den ersten Frostnächten herein. Die Kübelpalmen aus dem Garten sind immergrün und brauchen auch im Winter Licht. Ideal ist ein heller, kühler Raum, für die Hanfpalme mit 2 bis 10 Grad. Dabei gilt dieselbe Faustregel wie beim Oleander überwintern. Je wärmer der Platz, desto heller muss er sein. Warm und dunkel ist die schlechteste Kombination, dort treibt die Palme weich und blass aus.

Typische Winterquartiere für Kübelpalmen.
PlatzUrteil
Unbeheizter Wintergarten, Gewächshaus mit FrostwächterIdeal. An milden Tagen lüften.
Garage mit FensterGut, wenn sie auch bei Dauerfrost über null bleibt. Kübel nicht direkt ans Tor stellen.
Treppenhaus mit FensterBrauchbar. Oft etwas warm, deshalb so nah ans Fenster wie möglich.
Folienzelt mit FrostwächterGut für große Palmen, die durch keine Tür passen. Regelmäßig lüften, sonst Kondenswasser.
Dunkler Keller, Garage ohne FensterNotlösung für wenige Wochen, nur sehr kühl und mit wenig Wasser.
Beheiztes WohnzimmerFür Gartenpalmen ungeeignet: zu warm für das Licht, Spinnmilben in trockener Luft.

Große Palmen in schweren Kübeln stellst du schon im Sommer auf ein Rollbrett, dann ist der Umzug im Herbst kein Kraftakt. Wer keinen passenden Raum hat, fragt in einer Gärtnerei nach einem Überwinterungsservice; viele nehmen Kübelpflanzen gegen Gebühr auf. Wie unterschiedlich andere Kübelpflanzen das Quartier vertragen, zeigen der Zitronenbaum und die Dipladenia, die beide früher ins Haus müssen als eine Hanfpalme.

Pflege im Winter: gießen, lüften, Schädlinge

  • Sparsam gießen

    Lass die Erde zwischen zwei Wassergaben gut antrocknen, aber den Ballen nicht ganz austrocknen. Je kühler das Quartier, desto weniger Wasser. Staunässe ist im Winter gefährlicher als Trockenheit.

  • An milden Tagen lüften

    Feuchte, stehende Luft fördert Pilze und Schimmel. Kurz lüften, ohne dass kalte Luft direkt auf die Wedel trifft, und den Pflanzen im Quartier Abstand lassen.

  • Regelmäßig nach Schädlingen sehen

    Prüf schon vor dem Einräumen Blattunterseiten und Wedelansätze. Sieh im Quartier alle zwei Wochen nach. Feine Gespinste und gesprenkelte Wedel deuten auf Spinnmilben, braune Höcker und klebriger Belag auf Schildläuse.

  • Nicht düngen

    Dünger regt Wachstum an, für das im Winter das Licht fehlt, deshalb düngst und topfst du erst im Frühjahr um.

Spinnmilben mögen warme, trockene Luft. Stehen deine Palmen im Winter in einem geheizten Raum, hilft gegen den Befall vor allem mehr Luftfeuchtigkeit, mehr dazu unter trockene Heizungsluft. Einzelne Schildläuse wischst du mit einem Tuch und Seifenlauge ab.

Draußen ausgepflanzte Palmen brauchen im Winter in der Regel kein Wasser. Ausnahme ist eine lange trockene Frostphase mit viel Sonne. Dann gießt du an einem frostfreien Tag etwas, damit die Wedel nicht vertrocknen.

Frostschäden erkennen und die Palme retten

Frost zeigt sich zuerst an den Wedeln. Sie werden braun, an den Rändern oder ganz, oder wirken glasig und weich, wenn das Gewebe gefroren war. Das sieht schlimm aus, ist aber oft nur ein Schönheitsfehler, denn solange das Herz lebt, schiebt deine Palme im Frühjahr neue Wedel nach.

Lebt das Herz noch?

Den Zustand des Herzens erkennst du am jüngsten Wedel in der Mitte der Krone, dem noch geschlossenen Speer. Zieh vorsichtig daran. Sitzt er fest, ist das ein gutes Zeichen. Lässt er sich leicht herausziehen und ist unten braun und matschig oder riecht faulig, ist das Herz geschädigt. Bei einstämmigen Palmen kann dann nur noch Abwarten helfen. Zeigt sich bis zum Spätsommer kein neuer Austrieb, ist die Palme in der Regel verloren. Mehrstämmige Arten wie Zwergpalme oder Nadelpalme wachsen oft aus anderen Trieben weiter, auch wenn ein Stamm abstirbt.

Wann braune Wedel ab dürfen

Schneide im Winter nichts. Auch braune Wedel schützen das Herz noch ein wenig vor Kälte. Geschädigte Wedel entfernst du im Frühjahr, wenn der Neuaustrieb zeigt, wie weit der Schaden reicht. Schneide sie nicht bündig am Stamm ab, sondern lass ein Stück vom Stiel stehen, damit du den Stamm nicht verletzt. Zurückschneiden wie einen Strauch kannst du eine Palme nicht, denn ein gekürzter Stamm treibt nicht neu aus.

Auswintern im Frühjahr

Bei ausgepflanzten Palmen nimmst du den Schutz schrittweise ab, sobald kein strenger Frost mehr in der Vorhersage steht, je nach Region im März oder April. Zuerst kommt das Vlies von der Krone, dann lockerst du das Band um die Wedel, zuletzt entfernst du die Stammumwicklung. Den Mulch kannst du liegen lassen. Für eine späte Frostnacht legst du das Vlies griffbereit.

Die Hanfpalme im Kübel stellst du wieder raus, sobald kein strenger Frost mehr droht. Frostempfindliche Arten wie Dattelpalme und Washingtonia lässt du bis nach den Eisheiligen Mitte Mai drinnen. Stell sie die ersten ein bis zwei Wochen in den Halbschatten, denn im Quartier waren die Wedel an schwaches Licht gewöhnt und bekommen in der vollen Sonne sonst Sonnenbrand.

Mit dem Neuaustrieb düngst du wieder und topfst, wenn der Kübel durchwurzelt ist, in ein etwas größeres Gefäß um. Dann ist auch der richtige Moment, braune Wedel zu entfernen.

FAQ: Palmen überwintern

Wie viel Grad Minus halten Palmen aus?
Das hängt von der Art ab. Eine eingewachsene Hanfpalme übersteht an einem geschützten Platz etwa minus 10 bis minus 15 Grad, die Nadelpalme ähnlich viel. Zwergpalme und Geleepalme liegen bei etwa minus zehn Grad, die Washingtonia filifera bei etwa minus fünf Grad. Kanarische Dattelpalme und Zimmerpalmen wie Kentia oder Goldfruchtpalme überwinterst du frostfrei. Die Werte gelten für ältere, ausgepflanzte Palmen. Junge Pflanzen und Palmen im Kübel vertragen deutlich weniger.
Wie überwintert man Palmen im Topf?
Eine Hanfpalme im Topf bleibt draußen, solange es nicht mehrere Tage am Stück friert: an der Hauswand unter dem Dach, auf einer Styroporplatte, den Topf mit Kokosmatte, Noppenfolie oder Jute umwickelt. Bei strengem Frost packst du zusätzlich die Krone ein. Bei Dauerfrost kommt sie in ein helles, kühles Quartier mit 2 bis 10 Grad. Frostempfindliche Arten wie Dattelpalme oder Washingtonia holst du vor den ersten Frostnächten ins Haus. Im Quartier gießt du sparsam und düngst nicht.
Wie überwintert man Palmen in Kübeln?
Große Kübelpalmen sind schwer zu bewegen, deshalb entscheidet die Art. Eine Hanfpalme im großen Kübel kann in milden Lagen mit gedämmtem Kübel und eingepackter Krone an einer geschützten Hauswand bleiben, solange es nicht mehrere Tage am Stück friert. Bei Dauerfrost braucht auch sie ein Quartier. Empfindliche Arten brauchen ein frostfreies, helles Quartier: Garage mit Fenster, unbeheizter Wintergarten oder ein Folienzelt mit Frostwächter. Rollbretter unter dem Kübel machen den Umzug leichter.
Kann ich eine Palme im Winter im Haus lassen?
Zimmerpalmen wie Kentia, Goldfruchtpalme oder Bergpalme gehören das ganze Jahr ins Haus und bleiben bei Zimmertemperatur. Kübelpalmen aus dem Garten sind anders. Hanfpalme, Zwergpalme oder Dattelpalme überwinterst du lieber kühl und hell. Im warmen Wohnzimmer wachsen sie bei wenig Licht weiter, werden weich und bekommen in trockener Heizungsluft leicht Spinnmilben. Geht es nicht anders, stell sie so hell und so kühl wie möglich.
Kann man eine Palme in der Garage überwintern?
Ja, wenn die Garage ein Fenster hat und auch bei Dauerfrost über null bleibt. Hell mit 2 bis 10 Grad ist sie für die Hanfpalme ein gutes Quartier. Stell den Kübel nicht direkt ans Tor, dort zieht es kalt herein. Eine Garage ohne Fenster ist für wenige Wochen eine Notlösung, länger fehlt den immergrünen Wedeln das Licht.
Ist die Yucca-Palme winterhart?
Die Yucca ist keine Palme, und winterhart ist nur ein Teil der Arten. Die Riesenpalmlilie (Yucca elephantipes), die als Zimmerpflanze verkauft wird, braucht im Winter mindestens etwa 7 Grad und gehört ins Haus. Die Fädige Palmlilie (Yucca filamentosa) dagegen ist eine winterharte Gartenstaude, die im Beet und im Kübel draußen bleiben kann, wenn sie vor Nässe geschützt ist.

Palmen überwintern: unsere Empfehlung

Bestimm zuerst die Art. Eine eingewachsene Hanfpalme bleibt im Garten, mit Mulch über den Wurzeln und bei strengem Frost hochgebundenen Wedeln unter Vlies. Im Kübel dämmst du den Topf und holst sie bei Dauerfrost in ein helles Quartier mit 2 bis 10 Grad. Dattelpalme und Washingtonia überwintern hell und frostfrei, Zimmerpalmen bleiben im Haus.

Im Quartier gießt du sparsam und lüftest regelmäßig, Dünger gibt es erst wieder im Frühjahr. Braune Wedel lässt du bis zum Neuaustrieb dran. Entscheidend ist das Herz, denn solange es lebt, erholt sich die Palme.